Chronik des Turnvereins Lienzingen | Die Vorsitzenden des Turnvereins Lienzingen

Chronik des Turnvereins Lienzingen

 

1897

In den Jahren vor der Jahrhundertwende ist ein junger Lienzinger, Max Kontzi, als Goldschmied nach Pforzheim gekommen. Dort war, wie in anderen Städten der Gedanke des Turnens, der schon zu Anfang des 19. Jahrhunderts seine Jünger gefunden hatte, gewaltig aufgelebt. Der junge Goldschmied schloss sich dem bestehenden Turnverein an und war bald für die Turnideale so begeistert, dass er auch die Jugend seiner Heimat für sie zu gewinnen suchte. So begann man etwa 1897 unter seiner Leitung in Lienzingen im Freien zu turnen.

 

1898

1898 wurde in Lienzingen von Gottlob Bäzner. Friedrich Benzenhöfer, Wilhelm Geiger, Gottlob Gorgus, Heinrich Godel, August Heinzmann, Karl Heinzmann, Wilhelm Link, Gottlob Meinhardt, Wilhelm Meinhardt, Friedrich Rau, Karl Straub, Wilhelm Straub, Karl Stahl, August Schmollinger, Jakob Schmollinger, Gotthilf Schmollinger, Gottfried Scheck, Karl Thome, Ludwig Thome und Fritz Zeeb ein eigener Turnverein ins Leben gerufen der sich dem Enzturngau anschloss. Zuerst wurde mit Eisenstangen geturnt. Durch Lienzinger Handwerker wurde bald darauf an der Kelter Reck und Barren errichtet.

Die ersten Ämter waren wie folgt besetzt: Gotthilf Kaupp, Vorstand; Max Kontzi, Turnwart; Friedrich Scheck, Schriftführer; Friedrich Collmer, Kassier.

 

1900

Beim Gauturnfest in Wiernsheim wurde der erste Preis der zweiten Klasse errungen. Der Eichenlaubkranz und das Diplom erregten großes Aufsehen und haben den Lienzinger Turneridealen mächtig Aufschwung verliehen.

 

1901

Im Jahre 1901 war das erste Turnfest in Lienzingen, eine „Gauturnfahrt“ mit Einzelwettkämpfen, bei der der damalige Turnwart Gustav Pfeil im „Nationalturnen“ den ersten Preis errang.

 

1904

Nachdem 1904 auch das Kreisturnfest in Reutlingen dem Verein beachtlichen Erfolg gebracht hatte, kam viel Nachwuchs aus der Jugend. Ein eifriger Turnbetrieb entstand. Man beteiligte sich rege an allen Gau- und Kreisfesten, bis das für 2. August 1914 angesetzte Gauturnfest abgesagt werden musste, weil der Krieg 1914 allem Vereinsleben ein Ende setzte.

 

1919

Am 19.Juni 1919 wurde in einer Versammlung im „Hirsch“ das Turnerleben neu angebahnt. Unter der Leitung von Vorstand W. Ott, Schriftführer Vollmer und Turnwart G. Kontzi führten alte und neue Turner den Verein zu neuer Blüte. Man besuchte in Großvillars das erste Gauturnfest nach dem Krieg. Den gefallenen und vermissten Kameraden widmete der Turnverein eine Gedenktafel, die am 8. Mai

Gedenktafel

durch Vorstand Wilhelm Ott eingeweiht wurde.

 

1920

Am 9. Mai 1920 fand der erste Ausflug statt. Es gab auch viele Weihnachtsfeiern und Unterhaltungsabende.

 

1922

Vom ersten Landesturnfest nach dem Krieg in Esslingen (Juli 1922) kehrte die elf Mann starke Musterriege des Vereins als stolze Sieger heim.

 

1923

Am 17. Juni 1923 feierte man gleichzeitig Fahnenweihe und

Bezirksturntag.

 

1925

Beim Landesturnfest in Ulm holte eine 16 köpfige Musterriege den ersten Preis.

Im November wurde eine Turnerinnenabteilung gegründet, die 1926 in Zaisersweiher erstmals öffentlich auftrat.

 

1926

Im Jahre 1926 ging der Verein an den Bau eines kleinen Übungsraumes neben der Kelter, damit der Turnbetrieb unabhängig von der Witterung stattfinden konnte. Mehr und neue Geräte gaben dem Turnen neuen Auftrieb.

( Bild von 1956)

 

1928

Im August 1928 wurde das 15. Gauturnfest des Enzgaues, gleichzeitig Ehrenfest zum 150. Geburtstag von Turnvater Jahn in Lienzingen gefeiert.

 

 

1929

Ein schöner Erfolg wurde beim Landesturnfest 1929 in Heilbronn erzielt.

 

 

1933

Der Enzgau wurde in den Neckar-Murr-Gau überführt. Beim deutschen Turnfest in Stuttgart war der TV Lienzingen auch erfolgreich.

 

 

1939/45 

Der zweite Weltkrieg brachte das aktive Vereinsleben zum Erliegen, auch wurden die Reihen der Vereinskameraden stark gelichtet.

 

1946

Nun begann eine neue Blüte des Vereins. Junge Turner (vor allem Albert Bäzner) einten sich mit dem alten Stamm( Ott und Kontzi ) und gaben dem Vereinsleben neue Impulse. G. Kontzi betreute den Nachwuchs und in Albert Bäzner fand der Verein einen tatkräftigen Vorstand.

 

1949

Am 4.September 1949 wurde das 50jährige Bestehen gefeiert. Die Frauenabteilung zeigte sich in geschmackvoller Festkleidung.

 

 

1955

Beim Landesturnfest in Ulm errang die junge Musterriege wieder einen beachtlichen Erfolg.

 

 

1959

Teilnahme am Landesturnfest in Heilbronn.

 

1962

Landesturnfest in Göppingen.

 

1966

Gauturnfest in Besigheim.

 

1967

Landesturnfest in Ebingen.
Umzug in die neu erbaute Sport- und Gemeindehalle.

 

1968

Am 13. Und 14. Juli wurde in Lienzingen das 9. Gauturnfest durchgeführt.

 

 

1969

Gauturnfest in Besigheim.

 

1970

Das Landesturnfest in Ludwigsburg wurde erfolgreich besucht.

 

 

1973

Das Deutsche Turnfest in Stuttgart wurde mit Erfolg besucht.

 

1974

Vom 6. bis 9. Juni fand das Landesturnfest in Biberach statt.

Die Tischtennisabteilung wurde von Günter Mannhardt ins Leben gerufen.

 

1977

Das  Landesturnfest 1977 in Heidenheim war vom 9.-12.Juni.

 

1980

Beim Landesturnfest vom 12. Bis 15. Juni in Waiblingen war eine Riege erfolgreich dabei.

 

 

1981

Der Sportabzeichen-Treff wurde von 23 bis 30 Mitgliedern regelmäßig von Mai bis Oktober bis 2013 betrieben.

 

1982

Im Mai 1982 wurde mit Jürgen Krauth die Volleyballabteilung gegründet.

 

1984

Teilnahme am Landesturnfest vom 28. Juni bis 1. Juli in Ulm.

 

1986

Am Landesturnfest in Friedrichshafen nahm man vom 25. bis 29. Juni teil.

 

1989

Landesturnfest vom 28.Juni bis2. Juli in Heilbronn.

 

1996

Teilname beim Landesturnfest in Ulm.

 

1997

Gauturnfest in Knittlingen vom 11. Bis 13. Juli.

Von 1997 bis 2013  gab es einen Lauftreff der sich aus der Leichtathletikgruppe entwickelte.

 

1999

Beteiligung beim   Landesturnfest in Aalen vom24.-27. Juni.

 

2004

Vom 9. bis 11. Juli fand in Besigheim das Gauturnfest statt.

 

2014

Teilnahme  am Landesturnfest in Freiburg vom 28. Mai bis 1. Juni.

   
   

Die Vorsitzenden des Turnvereins Lienzingen

Die Vorstände des TV Lienzingen bis 1947 waren:
Gotthilf Kaupp, Wilhelm Braun, Friedrich Zeeb, Wilhelm Ott, Gustav Pfeil

Die Vorsitzenden des TV Lienzingen seit 1947:

1947-48 Ignaz Schmidt  
1948-49   Wilhelm Ott 
1949-61   Albert Bäzner 
1961-62   Albrecht Geiger 
1962-68   Albert Bäzner 
1968-71   Richard Zink 
1971-77   Volker Ferschel sen. 
1977-83   Raimund Gottwald 
1983-91   Karl-Heinz Haupt 
1991-96   Walter Rieger 
seit 1996   Uwe Bäzner